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Heliskiing in den Cariboos? CMH Manager John Mellis: „Überwältigendes Gefühl!“

Text: Andreas Hottenrott

Wer den Weg in die CMH Cariboos Lodge auf sich nimmt, hat sehr gute Chancen auf erstklassiges Heliskiing in Kanadas Columbia Mountains. Area Manager John Mellis erzählt, warum er den Cariboos mehr als 20 Jahre lang treu geblieben ist und wo beim Heliskiing vielleicht eine versteckte Gefahr für Gäste und Guides lauert.

CMH Manager und Guide John Mellis im Exklusiv-Interview

John, als wir uns gestern im Fitnessraum getroffen haben, wolltest Du Dich in Form bringen für den Sommer. Ist Gewichtszunahme eine der „Gefahren“ beim Heliskiing?

Nur, wenn man es zulässt. Man spricht ja nicht umsonst vom sogenannten „heli belly“. Einige Guides gehören zu den Glücklichen, die können essen, was sie wollen, ohne ein Pfund zuzunehmen. In unserem Job sind wir auf unseren Körper angewiesen und ich muss eben etwas mehr tun.

Und wie sieht es bei den Gästen aus?

Wir haben natürlich das leckere, reichhaltige Essen hier, dazu den guten Wein… Aber für die Gäste ist es auch eine anstrengende Woche, mit Skifahren von neun Uhr bis 17 Uhr. Das kostet sie ziemlich viel Energie – wahrscheinlich etwas mehr als mich, weil ich vielleicht doch ein bisschen effizienter fahre als viele von ihnen.

Gut möglich, aber Du fährst auch sehr viel. Du bist nicht nur CMH Area Manager in den Cariboos, sondern auch Guide. Ist das Deine große Leidenschaft?

Klar, ich bin Bergführer durch und durch. Bei CMH sind alle Manager auch Guides. Meine Partnerin Erin und ich leiten die Lodge gemeinsam, wobei sie sich hauptsächlich um die Abläufe im Inneren kümmert, während ich den Guiding-Bereich übernehme und unsere Gäste nach draußen begleite.

Wie lange bist Du schon in den Cariboos?

Ich arbeite jetzt seit 23 Jahren für CMH. Angefangen habe ich in den Monashees, aber nach einem Jahr bin ich in die Cariboos gekommen. Und dort geblieben.

Heliskiing in den Cariboos: Tree Skiing und Gletscher

Was macht die Cariboos Lodge denn so besonders für Dich?

c Andreas Hottenrott

„Terrain für jeden Geschmack“, sagt John Mellis.

Eine ganze Menge, vielleicht an erster Stelle das Terrain, weil es sehr Ski-freundlich ist und für jeden Geschmack etwas bietet. Es gibt kaum down days, weil wir nicht über irgendwelche Pässe in andere Gebiete fliegen müssen. Wer extra von Europa kommt, um jeden Tag Ski zu fahren, kann das bei uns mit ziemlich hoher Sicherheit tun. Wir haben außergewöhnlich gute und lange Tree Runs. Wenn wir uns Richtung Frühling bewegen, sind wir bis weit in den April hinein auf den riesigen, nach Norden ausgerichteten Gletschern unterwegs. Und schau dich nur einmal um: Bei uns hat man einfach dieses überwältigende Gefühl, mitten in den Bergen zu sein.

Und das in einer tollen Lodge…

Ja, das ist ein weiterer Punkt. Die Lodge wurde 1974 gebaut, nach den Bugaboos die zweite von CMH überhaupt. 20 Jahre später kam dann ein Flügel mit neuen Zimmern und Fitnessraum hinzu. Wir waren die erste Lodge mit Badezimmern in den Gästezimmern! Im Vergleich zu damals sind wir heute ein bisschen mehr wie ein Hotel, alles ist schicker geworden, es gibt hervorragendes Essen. Früher drehte sich alles ausschließlich ums Skifahren, mittlerweile ist die Lodge genauso wichtig. Für mich passt in den Cariboos alles zusammen.

Im zweiten Teil des Interviews spricht CMH Area Manager John Mellis über Heliskiing spät in der Saison, über das Wichtigste in einer Fly-in-Lodge und über eines seiner Talente – neben dem Skifahren.

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