Ski Kanada

Das große Ski- & Snowboard-Magazin für Kanada-Fans
Volltextsuche
Was suchen Sie?

Whistler: Skihütten auf Spearhead Traverse

Text: Lukas Scheid

Whistler ist bekannt für seine grandiosen Pisten und die tollen Freeride-Hänge, die leicht mit dem Lift zu erreichen sind. Doch für die unberührten Abfahrten, die weiter abseits liegen, muss man teilweise eine mehrtägige Wanderung unternehmen – echte Ski Bums nehmen das für fluffigen Powder natürlich gerne in Kauf. Bisher mussten sie zelten, doch jetzt werden Backcountry-Hütten gebaut.

Die Spearhead Traverse zwischen Whistler und Blackcomb ist bekannt für seine unglaublichen Off-Piste-Möglichkeiten. Die dramatische Bergkulisse und der puderweiche Schnee lässt Freerider mit der Zunge schnalzen. Wer die Traverse bei einer Skitour durchlaufen möchte, muss hartgesotten sein. Drei Tage braucht man, um einmal ringsherum die Bergkette entlang zu touren. Die einzige Übernachtungsmöglichkeit: das eigene Zelt. Doch ab kommender Saison wird sich das ändern. Hilfestellung bekommen Powder-Freaks von freiwilligen Helfern – die natürlich selbst seit Jahren auf diese Gelegenheit gewartet haben.

Drei Hütten entstehen derzeit: Auf dem Gletscher am Mount Mcbeth, auf der Gipfelkante des Mount Pattison und auf den Almwiesen über dem Russet Lake. Zweistöckig sollen sie sein und jeweils Platz für rund 40 Leute bieten. Das würde die Durchquerung der Traverse deutlich vereinfachen. Finanziert wird das Ganze durch Spenden, unter anderem auch vom Skigebiet Whistler Blackcomb selbst – eine Herzensangelegenheit.

Bislang kamen etwa 5.000 Freerider pro Jahr zur Spearhead Traverse. Wenn die Route einfacher wird und mit ihren neuen Hütten tatsächlich mehr Besucher anlockt, könnte sich das auch auf die Sicherheit am Hang auswirken. Doch die freiwilligen Helfer arbeiten derzeit gemeinsam mit den Behörden an einem ausgereiften Sicherheitskonzept für die Berge rund um die Ski-Hütten.