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Zehn Gründe für einen Besuch in Calgary

Text: Lukas Scheid

Auf dem Weg in die Ski-Resorts Albertas führt kein Weg an Calgary vorbei. Ein lästiger Zwischenstopp ist es aber keineswegs. Im Gegenteil, die Millionenmetropole bietet etliche Möglichkeiten zum Ausgehen, Entspannen und Genießen. 1988 war sie sogar Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Hier sind zehn Gründe für einen Besuch in Calgary.

Nirgends ist es sonniger
Keine kanadische Stadt hat im Durchschnitt mehr Sonnenstunden als Calgary, etwa 2405 sind es jedes Jahr. Zum Vergleich: Freiburg gilt als die sonnigste Stadt Deutschlands mit gerade einmal 1740 Sonnenstunden jährlich. Auch im Winter ist die Sonne ein Dauergast und lädt dazu ein, die Stadt zu Fuß zu erkunden.

Fahrradstadt Calgary
Das längste städtische Radweg-System Nordamerikas führt durch Calgary und Umgebung. Ganze 700 Kilometer lang schlängeln sich wunderschöne Pfade durch Innenstadt und Randgebiete. Was Touristen davon haben? Trotz der Größe Calgarys ist das Stadtzentrum sehr überschaubar und mit dem Fahrrad besonders gut zu erkunden. Fahrrad-Verleihe gibt es wie Sand am Meer und so ist man flexibler und gleichzeitig noch an der frischen Luft.

Calgary: Die Perle Kanadas

 

Fish Creek Park
Der niedliche Bach fließt durch den Süden der Stadt. Umgeben ist der Fish Creek von einer über 13 Quadratkilometer großen Grünfläche, dem Fish Creek Park. 2005 litt das Areal noch unter schweren Hochwassern, doch schon zwei Jahre später konnten sich Bewohner sowie Besucher Calgarys wieder an der größten urbanen Parkanlage Westkanadas erfreuen. Schöne Radwege, romantische Brücken und gemütliche Liegewiesen laden ein, mal eine Auszeit vom etwaigen Trubel der Millionenmetropole zu nehmen.

Calgary Stampede
Jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende pilgern 1,5 Millionen Menschen aus aller Welt nach Calgary. Der Grund: Die größte Rodeo-Show der Welt wird feierlich eröffnet. Zehn Tage lang wird aus der sonst eher gemütlichen Großstadt ein gigantisches Festival-Gelände. Es gibt zahlreiche aufregende Bühnenshows, Konzerte, Pferderennen und sogar landwirtschaftliche Wettbewerbe. Das kulinarische Highlight des Volksfestes ist wohl das Pancake-Frühstück am Eröffnungstag. Natürlich mit ganz viel Ahorn-Sirup.

Der Bloody Caesar
Wodka, Clamato-Saft, Worcestersauce, Tabasco und fertig ist Kanadas meistgetrunkener Cocktail: Der Bloody Caesar. Doch was ist Clamato-Saft? Berechtigte Frage: Das ist eine Mischung aus Tomatensaft und – aufgepasst – Venusmuschel-Brühe. Erfunden hat‘s der einstige Restaurant-Chef des Westin-Hotel Calgary, Walter Chell, im Jahre 1969. Der Legende nach nannte er das Getränk aufgrund seiner italienischen Vorfahren „Caesar“. Als ein britischer Gast ihm bald darauf attestierte, er trinke einen „bloody good Caesar“, kam der Drink zu seinem jetzigen Namen. Außerhalb Kanadas steht das außergewöhnliche Getränk wohl auf den wenigsten Speisekarten, in Calagary jedoch sollte man ihn sich nicht entgehen lassen.

Calgary ist sportverrückt

 

Heritage Park
Kanadas größtes historisches Museum liegt am südwestlichen Rand der Stadt. Der Begriff Museum klingt hier allerdings ein wenig fad, denn der Heritage Park ist ein lebendiges Freizeiterlebnis. Die Gebäude sind größtenteils historisch und beherbergen kunstvolle Artefakte aus der westkanadischen Geschichte seit 1860. Die verschiedenen Themenbereiche sind lebhaft gestaltet und laden zum Anfassen, Reinschauen und Mitmachen ein.

Calgary Tower
Nirgends ist die Aussicht besser. Der 191 Meter hohe Turm thront über der Stadt und stellt Westkanadas höchste Aussichtsplattform. In einem sich drehenden Restaurant hat man einen hervorragenden Blick auf Downtown. Wem der Aufzug zur Turmspitze zu unspektakulär ist, kann sich zum jährlichen Charity Stairclimbing Race mit den weltbesten Treppensteigern messen. 762 Stufen führen zum wohl geeignetsten Ort für einen kühlen Drink zum Abschluss einer tollen Ski-Reise.

Canada Olympic Park
Es ist bereits mehr als 25 Jahre her, dass die Olympischen Winterspiele in Calgary stattfanden. Seit 1988 hat sich in der Stadt viel verändert, so auch der Olympic Park. An seiner Anziehungskraft für Sportbegeisterte hat er allerdings kein Stück eingebüßt. Olympia-Mannschaften nutzen das Gelände nach wie vor als Trainingsstätte. Ein 25 Kilometer langer Mountainbike-Trail führt durch den Park und die schnellste Zip-Line Kanadas rast über die Köpfe der Parkbesucher hinweg. Der olympische Geist ist hier noch immer spürbar.

Kulturelle Diversität
Kanada bietet historisch bedingt eine unglaubliche kulturelle Vielfalt. Einige dieser unzähligen Kulturen kommen in Calgary zusammen. Über 120 Sprachen werden in der Region gesprochen. Nur wenige davon sind den meisten Besuchern bekannt, es sind die Sprachen der First Nations. Besonders viele verschiedene Stämme der Ureinwohner Kanadas bevölkerten das heutige Alberta.

Millennium Park
Calgary ist sportverrückt. Zum einen wäre da die Nähe zu den gigantischen Rocky Mountains, die im Winter wie auch im Sommer Outdoor-Sportler anziehen. Zum anderen bietet die Stadt selbst reichlich Möglichkeiten rauszugehen. Im Millennium-Park befindet sich der größte Outdoor-Skatepark in Nordamerika. Auf den Rails, Banks und einem Looping tummeln sich täglich Pros, Semi-Pros und auch viele Einsteiger. Selbst wenn man nichts mit Skaten zu tun hat, der Park bietet eine junge und frische Atmosphäre. Einmal im Jahr findet hier auch das Internation Reggae Festival statt. Passt doch wie angegossen, oder?!