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Toronto: Das Tor nach East Canada

Text: Andreas Hottenrott

Toronto ist die Stadt mit den meisten Einwohnern Kanadas. Die Geschäftsmetropole am Lake Ontario beeindruckt mit einem breitgefächerten Angebot an Kunst und Kultur. Für Skireisende ist Toronto meist ein willkommener Stopover, bevor es nach Tremblant oder Mont Saint Anne geht.

Die Lage ist so günstig, dass man viele andere Destinationen von hier aus schnell und unkompliziert erreicht. Der Besucher sollte sich aber schon genug Zeit lassen, für ein paar Tage in den pulsierenden Alltag Torontos einzutauchen.

Mut braucht der ein oder andere schon, denn Toronto will hoch hinaus. Wirklich hoch hinaus. Vom 553 Meter hohen CN Tower, dem lange Zeit höchsten Fernsehturm der Welt, ist die Rede in Sachen Mutprobe und von hier hat man eine unglaubliche Aussicht über die Stadt. Schwindelfreie Gäste laufen seit kurzem nämlich über den neuen Glasboden des Towers und blicken hinab in die schier endlos scheinende Tiefe. Wem das noch nicht genug ist, der macht einen EdgeWalk an der Außenseite des Turms. Mit einem Seil gesichert geht es zu einem kleinen Spaziergang nach draußen auf einen Rundgang – ohne Geländer, 356 Meter über dem Boden.

Von Toronto über Montréal nach Tremblant

Und wem das auch noch nicht reicht, der macht eine Weinprobe. Im CN Tower befindet sich das preisgekrönte 360 Restaurant mit dem höchstgelegenen Weinkeller der Welt – falls man in dieser Höhe noch von Keller sprechen möchte. Wer beim Essen lieber festen Boden unter den Füßen hat, sollte seinen Mut im Distillery Historic District auf die Probe stellen. Dort stand einst Torontos erste Brennerei, exzellente Restaurants, Kunstgalerien und Nobel-Boutiquen stehen hier heute nebeneinander. Man sollte gutes Schuhwerk in den Koffer packen, Autos sind nicht erlaubt.

Es kann allerdings durchaus von Vorteil sein, wenn man auf ein Gefährt zurückgreifen kann, denn hervorragende Restaurants sind über die ganze Stadt verteilt. Toronto ist die Multi-Kulti-Stadt schlechthin mit Einflüssen aus allen erdenklichen Erdteilen, entsprechend abwechslungsreich ist die kulinarische Szene. Auch beim Feiern ist etwas für jeden Geschmack dabei. Die höchste Club-Dichte findet man im Fashion District auf der Queen Street West.

Toronto ist Abwechslungsreich und vielschichtig vor allem im Winter

Verschiedene Kulturen lassen sich in Toronto allerdings nicht nur beim Dinner erleben. Im Royal Ontario Museum kann man eine völkerkundliche Reise durch die Geschichte aller Kontinente unternehmen, auch prähistorische Dinosaurierfunde sind hier ausgestellt. Etwas kleiner – und deutlich lebendiger – sind die Attraktionen in Ripley’s Aquarium. Besucher tauchen in eine Unterwasserwelt ein, ohne nass zu werden. Der längste Unterwassertunnel Nordamerikas macht es möglich. Was die Welt oberhalb des Meeresspiegels zu bieten hat, lässt sich im Toronto Zoo bewundern. Das Gelände ist aufgeteilt in Zonen wie Afrika, Südamerika oder Nordamerika. Zu den prominentesten Bewohnern zählen die beiden Großen Pandas Da Mao und Er Shun.

Prominenz der ganz anderen Sorte findet man in der Hockey Hall of Fame mit zahlreichen Eishockey-Ausstellungstücken. Die beliebteste Sportart Kanadas ist in Toronto mit den Maple Leafs vertreten, die ihre Heimspiele, genau wie die Basketballer der Toronto Raptors, im Air Canada Center austragen. Wer keine Karten mehr bekommt, kann trotzdem fast so etwas wie Stadionatmosphäre genießen: Die „Real Sports“ Bar gilt als die größte Sportsbar Nordamerikas. Dort hängen 199 HD-Fernseher…